Russischer Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew: mindestens 15 Tote – Quellen uneins über Opferzahl und Erfolg der Luftabwehr

Russland hat Kiew und die umliegende Region mit 27 ballistischen Raketen und 185 Drohnen angegriffen. Nach Angaben der meisten Quellen kamen dabei mindestens 15 Menschen ums Leben – die gemeldeten Opferzahlen und Angaben zu Abfangquoten gehen jedoch deutlich auseinander, was unterstreicht.

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Russland hat Kiew und die umliegende Region mit 27 ballistischen Raketen und 185 Drohnen angegriffen. Nach Angaben der meisten Quellen wurden mindestens 15 Menschen getötet. Die gemeldeten Opferzahlen und Angaben zur Luftabwehr gehen jedoch deutlich auseinander.

Russland hat Kiew und die umliegende Region in der vergangenen Nacht mit 27 ballistischen Raketen und 185 Drohnen angegriffen. Nach ukrainischen Angaben kamen dabei mindestens 15 Menschen ums Leben. In der Region brachen nach den Angriffen mehrere Brände aus. Eine Quelle, tagesschau.de, bezifferte die Zahl der Toten höher, mit mindestens 17, während andere Berichte von mindestens einem Todesopfer sprachen – die tatsächliche Zahl bleibt damit unklar. Der Angriff markiert eine Eskalation in Russlands Luftkrieg. Quellen berichten, dass Moskau inzwischen mehr ballistische Raketen einsetzt als zuvor – Waffen, gegen die sich die Ukraine derzeit kaum verteidigen kann. Die Darstellungen der Nacht gehen stark auseinander: Eine Quelle erklärt, keine der ballistischen Raketen sei abgefangen worden, eine andere, nur eine der 27 sei abgeschossen worden. Moskau bezeichnete den Angriff als „Massenangriff mit Präzisionswaffen“. Der Beschuss trifft Kiew in einem Moment akuter Verwundbarkeit. Die Ukraine drängt die USA seit Monaten auf die Lieferung zusätzlicher Patriot-Abfangraketen, und Präsident Selenskyj hat vor schwindenden Munitionsbeständen für die Systeme gewarnt. Dutzende Menschen wurden den Berichten zufolge verletzt, und die widersprüchlichen Angaben zu den Abfangquoten unterstreichen, wie ungeschützt die Hauptstadt geworden ist.

Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew in der Nacht

Russland hat Kiew und die umliegende Region in der vergangenen Nacht mit 27 ballistischen Raketen und 185 Drohnen angegriffen. Nach den Angriffen brachen in der Region Kiew mehrere Brände aus.

Die Zahl der Todesopfer ist umstritten. In Kiew und Umgebung wurden mehreren Berichten zufolge mindestens 15 Menschen getötet. Tagesschau.de nennt jedoch eine höhere Zahl und berichtet von mindestens 17 Toten bei einer erneuten russischen Angriffswelle auf die Hauptstadt. Eine Quelle spricht zudem von Dutzenden Verletzten, ohne jedoch eine genaue Zahl zu nennen.

Der Angriff zählt zu den schwersten kombinierten Raketen- und Drohnenangriffen auf die Hauptstadtregion. Er erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem Russland nach Einschätzung von Beobachtern verstärkt ballistische Raketen bei seinen Angriffen auf die Ukraine einsetzt – Waffen, die deutlich schwerer abzufangen sind als Drohnen oder Marschflugkörper.

Überforderte Luftabwehr: Widersprüchliche Angaben zu Abfangquoten

Die ukrainische Luftabwehr war während des Angriffs aktiv, heißt es in Berichten. Über ihre Wirksamkeit gehen die Angaben jedoch weit auseinander. Eine Quelle erklärt, keine der ballistischen Raketen habe abgefangen werden können. Eine andere berichtet, nur eine der 27 auf Kiew abgefeuerten ballistischen Raketen sei abgeschossen worden. Beide Angaben deuten auf ein nahezu vollständiges Versagen gegenüber der ballistischen Bedrohung hin, auch wenn die genaue Zahl umstritten bleibt.

Der Vorfall fügt sich in eine breitere Einschätzung ein, die auf Quellenangaben beruht und nicht offiziell bestätigt ist: Die Ukraine kann sich derzeit kaum gegen ballistische Raketen verteidigen. Solche Waffen folgen einer ballistischen Flugbahn auf ihr Ziel und sind daher weitaus schwerer abzufangen als Drohnen oder Marschflugkörper. Berichten zufolge werden bei den Angriffen zudem zunehmend Logistikzentren ins Visier genommen – ein Muster, das die ohnehin angespannte Luftabwehr rund um die Hauptstadt weiter belasten würde.

mindestens 15
Todesopfer in Kiew und Umgebung
27
Von Russland eingesetzte ballistische Raketen
185
Von Russland eingesetzte Drohnen
90
Nordkoreanische Soldaten laut ukrainischen Angaben in der Region Woronesch
mindestens 17
Todesopfer bei erneuter russischer Angriffswelle auf Kiew laut tagesschau.de
nur eine der 27
Abgefangene ballistische Raketen über Kiew

Patriot-Mangel und Moskaus Darstellung des Angriffs

Der Angriff erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem Russland Berichten zufolge verstärkt ballistische Raketen einsetzt – eine Entwicklung, die die Forderungen der Ukraine nach Unterstützung bei der Luftabwehr verschärft hat. Kiew dringt seit Monaten auf zusätzliche US-amerikanische Patriot-Abwehrraketen, und Präsident Selenskyj hat vor einem Munitionsmangel für die bereits im Einsatz befindlichen Patriot-Systeme gewarnt.

Moskau gab eine eigene Darstellung des nächtlichen Angriffs ab und bezeichnete ihn der Quelle zufolge, die die Erklärung meldete, als „Massenangriff mit Präzisionswaffen“.

Unabhängig davon behauptet die Ukraine, Russland plane die Stationierung von 90 nordkoreanischen Soldaten in der Region Woronesch. Diese Zahl stammt aus ukrainischen Angaben und ist nicht unabhängig bestätigt. Die gemeldete Verlegung würde auf eine anhaltende Rolle Nordkoreas im russischen Kriegseinsatz hindeuten, die Details bleiben jedoch unbestätigt.

Ukrainische Drohnen-Gegenschläge und die Spekulationen um die FP-9

Parallel dazu schlug die Ukraine mit Drohnen zurück und traf nach Angaben einer Quelle ein Lagerhaus. In dem Briefing ist zudem von einem erneuten ukrainischen Angriff auf ein Wildberries-Lager die Rede; weder dessen Standort noch der zeitliche Zusammenhang mit dem Raketenangriff sind bekannt.

In dem Briefing zitierte Berichte beschreiben Luftalarmsirenen über Moskau sowie die Sichtung eines nicht identifizierten Flugobjekts. Das nährte die – kursierende, aber unbestätigte – Spekulation, die Ukraine könne erstmals ihre neue ballistische Rakete FP-9 eingesetzt haben. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht, die Behauptung ist mit Vorsicht zu genießen.

Häufig gestellte Fragen

[0] Was ist bei dem russischen Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew passiert?

[1] Russland hat Kiew und die umliegende Region über Nacht mit 27 ballistischen Raketen und 185 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftabwehr war während des Angriffs aktiv, doch einer Quelle zufolge wurde nur eine der 27 ballistischen Raketen abgefangen. Anschließend brachen in der Region Kiew mehrere Brände aus. Moskau bezeichnete den Angriff als Massenschlag mit Präzisionswaffen.

[2] Wie viele Menschen wurden bei dem Raketenangriff auf Kiew getötet?

[3] Die Angaben der Quellen gehen auseinander. Mindestens 15 Menschen wurden demnach in Kiew und der umliegenden Region getötet, während tagesschau.de die Opferzahl der erneuten Angriffswelle mit mindestens 17 angab. Ein früherer Bericht sprach von mindestens einem Todesopfer in Kiew selbst. Dutzende Menschen wurden einer Quelle zufolge verletzt, eine genaue Zahl der Verletzten liegt jedoch nicht vor.

[4] Kann sich die Ukraine gegen ballistische Raketen verteidigen?

[5] Einer Quelle zufolge wurde nur eine der 27 ballistischen Raketen abgefangen, eine andere Quelle berichtet, dass keine abgeschossen werden konnte – die Darstellungen widersprechen sich. Berichten zufolge ist die Ukraine derzeit kaum in der Lage, sich gegen ballistische Raketen zu verteidigen. Kiew drängt seit Monaten auf zusätzliche US-Abfangraketen vom Typ Patriot, und Präsident Selenskyj hat vor Munitionsengpässen bei den Patriot-Systemen gewarnt.

[6] Hat die Ukraine Vergeltung für den Angriff auf Kiew geübt?

[7] Berichten zufolge schlug die Ukraine parallel mit Drohnen zurück und traf ein Lagerhaus. Die Ukraine griff zudem erneut ein Lagerhaus von Wildberries an, wobei Zeitpunkt und Folgen dieses erneuten Angriffs aus der vorliegenden Berichterstattung nicht klar hervorgehen. Über Moskau wurden Sirenen ausgelöst und ein unbekanntes Flugobjekt gesichtet. Es gibt unbestätigte Spekulationen, die Ukraine könnte erstmals ihre neue ballistische Rakete FP-9 eingesetzt haben.

[8] Was plant Russland Berichten zufolge mit nordkoreanischen Soldaten?

[9] Nach ukrainischen Angaben plant Russland, 90 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch zu stationieren. Separaten Berichten zufolge setzt Russland in seinem Feldzug inzwischen mehr ballistische Raketen ein, und bei den Angriffen werden zunehmend Logistikzentren ins Visier genommen. Diese Angaben stammen aus zugeschriebener Berichterstattung und wurden nicht unabhängig bestätigt.

Compiled from reporting by 12 independent outlets. How we source our reporting.

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