Edeka-Übernahme von Tegut wackelt: Kartellamt äußert wettbewerbsrechtliche Bedenken
Das Bundeskartellamt hat vorläufige Einwände gegen Edekas Vorhaben erhoben, 202 Tegut-Filialen vom Schweizer Eigentümer Migros zu übernehmen. Damit geraten die Zukunft der Biomarktkette und tausende Arbeitsplätze in Gefahr.

Das Bundeskartellamt hat vorläufige wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die Übernahme von 202 Tegut-Filialen durch Edeka geäußert. Die Behörde befürchtet eine zu starke Marktstellung Edekas in mehreren Regionen. Die Zukunft der Biomarktkette und tausender Arbeitsplätze ist damit ungewiss.
Die geplante Übernahme von 202 Tegut-Filialen durch Edeka vom Schweizer Einzelhändler Migros steht auf der Kippe. Das Bundeskartellamt hat wettbewerbsrechtliche Bedenken angemeldet und angekündigt, den Kauf in der aktuell geplanten Form nicht zu genehmigen. Zur Begründung hieß es, Edeka drohe in einigen Regionen eine zu starke Marktstellung zu erlangen. Tegut mit Sitz in Fulda betreibt als Vollsortimenter mehr als 300 Filialen und beschäftigt rund 7500 Mitarbeiter in sechs Bundesländern. Der Deal umfasst laut Berichten auch alle 41 teo-Standorte, eine Bäckerei sowie ein Logistikzentrum. Migros zieht sich damit aus dem deutschen Markt zurück. Das Kartellamt sieht bei 38 der rund 202 betroffenen Filialen Wettbewerbsprobleme. Das Land Hessen hat die Bundesregierung aufgefordert, Stellung zu beziehen, und warnt davor, dass eine Blockade des Verkaufs den Verlust mehrerer tausend Arbeitsplätze bei Tegut bedeuten könnte.
Kartellamt blockiert Edeka-Übernahme von 202 Tegut-Filialen
Edekas Plan, 202 Tegut-Filialen vom Schweizer Einzelhändler Migros zu kaufen, ist auf ein regulatorisches Hindernis gestoßen. Das Bundeskartellamt hat wettbewerbsrechtliche Bedenken angemeldet und den Deal damit infrage gestellt.
Die Supermarktkette mit Sitz in Fulda betreibt mehr als 300 Filialen und beschäftigt rund 7500 Mitarbeiter in sechs Bundesländern. Die Übernahme umfasst laut Berichten auch alle 41 teo-Standorte, eine Bäckerei sowie ein Logistikzentrum.
Sollte der Deal platzen, könnten bei Tegut mehrere tausend Arbeitsplätze verloren gehen, warnt das Kartellamt. Die Behörde erklärte, sie werde die Transaktion in ihrer jetzigen Form nicht genehmigen, räumte aber ein, dass Edeka möglicherweise weniger Filialen übernehmen dürfe als ursprünglich geplant.
Warum die Wettbewerbshüter Einwände erheben
Das Bundeskartellamt hat bei rund 38 der etwa 202 betroffenen Filialen wettbewerbliche Bedenken festgestellt, teilte die Behörde mit. Sie werde die Übernahme in der geplanten Form nicht genehmigen, hieß es. Edeka werde voraussichtlich weniger Tegut-Märkte übernehmen dürfen als ursprünglich beabsichtigt.
Nach Angaben der Wettbewerbshüter beruhen die Bedenken auf der Gefahr, dass Edeka in einigen Regionen eine zu starke Marktstellung erlangen könnte. Die Behörde deutete an, dass ein Verbot des Verkaufs den Verlust mehrerer tausend Arbeitsplätze bei Tegut zur Folge haben könnte. Welche Regionen genau betroffen sind, wurde nicht genannt.
Die geplante Übernahme eines Großteils der Tegut-Filialen durch Edeka stößt auf erhebliche wettbewerbliche Bedenken.
Was für Tegut und Hessen auf dem Spiel steht
Tegut betreibt mehr als 300 Filialen und beschäftigt rund 7500 Mitarbeiter in sechs Bundesländern: Hessen, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Baden-Württemberg. Der geplante Deal mit Edeka umfasst Berichten zufolge alle 41 teo-Standorte, eine Bäckerei und ein Logistikzentrum. Migros zieht sich offenbar aus dem deutschen Markt zurück. Das Land Hessen hat den Bund aufgefordert, Stellung zu beziehen. Hessens Wirtschaftsminister Mansoori drängte Berlin, sich einzuschalten, und warnte, dass die Einwände des Kartellamts 1100 Arbeitsplätze in 38 Filialen gefährden könnten. Für einen regionalen Arbeitgeber mit tiefen Wurzeln in Fulda bedeutet die Unsicherheit mehr als nur leere Regale.
Wie es weitergeht
Die Behörde deutete an, dass eine Blockade des Verkaufs mehrere tausend Arbeitsplätze bei Tegut kosten könnte, so das Bundeskartellamt. Berichten zufolge sind 38 Tegut-Filialen und 1100 Arbeitsplätze von der Entscheidung potenziell betroffen. Der Deal gilt nun als unsicher. Edeka werde voraussichtlich weniger als die ursprünglich geplanten 202 Filialen übernehmen dürfen, teilte die Behörde mit. Das Kartellamt werde die Übernahme in der aktuellen Form nicht genehmigen. Unklar bleibt, ob Edeka einen reduzierten Deal akzeptiert oder ganz abspringt – und ob der Appell des Landes Hessen an den Bund das Ergebnis beeinflusst.
Häufig gestellte Fragen
Warum steht der Edeka-Tegut-Deal auf der Kippe?
Edeka will 202 Tegut-Märkte von Migros übernehmen. Das Bundeskartellamt hat erste Bedenken geäußert: Der Zusammenschluss würde Edeka in einigen Regionen eine zu starke Marktstellung verschaffen. Die Behörde sieht bei 38 der beteiligten Filialen wettbewerbliche Probleme und würde die Übernahme in der aktuellen Form nicht genehmigen.
Wie viele Tegut-Filialen könnte Edeka bei dem Deal verlieren?
Das Bundeskartellamt hat bei rund 38 der etwa 202 Filialen, die von der geplanten Übernahme betroffen sind, wettbewerbliche Probleme festgestellt. Nach Angaben der Behörde würde sie die Übernahme in der derzeit geplanten Form nicht genehmigen. Edeka wird voraussichtlich weniger Tegut-Märkte übernehmen dürfen als ursprünglich geplant.
Wie viele Arbeitsplätze sind bei dem Tegut-Edeka-Deal gefährdet?
Nach Angaben des Bundeskartellamts könnte das Verbot des Verkaufs der Tegut-Filialen an Edeka den Verlust mehrerer tausend Arbeitsplätze bei Tegut zur Folge haben. Berichten zufolge sind 38 Tegut-Filialen und 1.100 Arbeitsplätze von der Entscheidung der Kartellbehörde potenziell betroffen.
Wo ist Tegut in Deutschland vertreten?
Tegut ist ein deutscher Vollsortimenter mit Sitz in Fulda. Das Unternehmen betreibt über 300 Filialen mit rund 7.500 Beschäftigten in sechs Bundesländern: Hessen, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Baden-Württemberg.
Was ist außer den Filialen noch im Edeka-Tegut-Deal enthalten?
Die geplante Übernahme umfasst 202 Tegut-Filialen, alle 41 teo-Standorte, eine Bäckerei und ein Logistikzentrum. Berichten zufolge zieht sich Migros aus dem deutschen Markt zurück. Das Land Hessen hat die Bundesregierung aufgefordert, zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen.
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