CDU-Politiker Jens Spahn tritt als Fraktionschef nach Leihmutterschafts-Enthüllung zurück

Jens Spahn ist als Fraktionschef der CDU zurückgetreten, nachdem bekannt wurde, dass er durch eine Leihmutterschaft Vater geworden ist – eine Praxis, die in Deutschland verboten ist und die auch seine eigene Partei ablehnt.

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Jens Spahn ist als Fraktionschef der CDU zurückgetreten, nachdem bekannt wurde, dass er durch eine Leihmutterschaft Vater geworden ist. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten und wird auch von seiner eigenen Partei abgelehnt.

Jens Spahn ist als Fraktionsvorsitzender der CDU zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er durch eine Leihmutterschaft Vater geworden ist – eine Praxis, die in Deutschland verboten ist und die auch seine eigene Partei ablehnt. Spahn hatte sich zuvor kritisch über Leihmutterschaftsarrangements geäußert, was die Enthüllung zu einem akuten Problem für eine Partei macht, in der viele Mitglieder die Ehe für alle und Abtreibung ablehnen. Die CDU, je nach Region 1945 oder 1950 gegründet, ist eine christdemokratische, konservative und wirtschaftsliberale Partei der Mitte-rechts. Sie ist in 15 der 16 Bundesländer aktiv, das sechzehnte deckt ihre bayerische Schwesterpartei CSU ab. Unter Angela Merkel gab sich die Partei trotz ihrer christlichen Wurzeln zunehmend säkular. Der Rücktritt trifft Bundeskanzler Friedrich Merz in einem heiklen Moment. Berichten zufolge bezeichnete Merz Spahns Rückzug als „richtig“ und „unvermeidlich“ und sagte, „Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut in der Politik“; zudem deutete er an, sein Kabinett umbilden zu können. Berichten zufolge wurde in der eigenen Partei bereits darüber gesprochen, ihn nach kaum mehr als einem Jahr im Amt zu ersetzen.

Spahn tritt wegen Leihmutterschaft als CDU-Fraktionschef zurück

Jens Spahn ist als Fraktionsvorsitzender der CDU zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er durch eine Leihmutterschaft Vater geworden ist – so berichten unter anderem The Guardian, DW und Politico.

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, und die CDU lehnt diese Praxis seit Langem ab. Spahn selbst hatte sich zuvor kritisch über Leihmutterschaftsarrangements geäußert – was die Enthüllung für ein führendes Mitglied der Parteispitze besonders brisant macht.

Den Berichten zufolge trat Spahn zurück, nachdem die Umstände seiner Elternschaft öffentlich geworden waren. Der genaue Zeitpunkt seines Rücktritts ist bislang nicht bestätigt.

Mit dem Abgang verliert die CDU eine der prominentesten Figuren in ihren parlamentarischen Reihen. Spahn war Fraktionsvorsitzender der Partei – eine Schlüsselposition im unionspolitischen Lager, das die CDU auf Bundesebene gemeinsam mit ihrer bayerischen Schwesterpartei CSU bildet. Die beiden Parteien entstanden in den 1940er-Jahren parallel zueinander und arbeiten seither zusammen, ohne je zu fusionieren.

Eine Parteilinie, die Spahn selbst verteidigt hatte

Der Widerspruch im Kern der Affäre ist eklatant. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, und die CDU lehnt die Praxis offiziell ab. Spahn selbst hatte sich zuvor kritisch über solche Arrangements geäußert – über genau jenen Weg also, auf dem er nun Vater geworden ist.

Die Episode kommt für eine Partei mit konservativem gesellschaftspolitischem Profil höchst ungelegen. Viele CDU-Mitglieder lehnen die Ehe für alle und Abtreibung ab – Positionen, die in der christlichen Identität der Partei wurzeln. Je nach Landesverband 1945 oder 1950 gegründet, bezeichnet sich die CDU seit jeher als christlich-demokratisch, gab sich unter Angela Merkel jedoch zunehmend weitgehend säkular – trotz dieser Wurzeln. Dass ausgerechnet ein Spitzenpolitiker bei einem Thema auffliegt, bei dem die Haltung der Partei eindeutig ist – und bei dem seine eigenen früheren Worte aktenkundig waren –, offenbarte eine Kluft zwischen öffentlicher Doktrin und privatem Handeln, die Kritiker umgehend aufgriffen.

Merz nennt Rücktritt „richtig“ und „unvermeidbar“

Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sich öffentlich hinter die Entscheidung. Berichten zufolge bezeichnete er Spahns Rücktritt als „den richtigen“ und „unvermeidbar“ und sagte: „Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut in der Politik.“ Die Äußerungen kamen einer Billigung des Abgangs seines Fraktionschefs gleich – und nicht dem Versuch, ihn im Amt zu halten.

Berichten zufolge soll Merz angedeutet haben, dass er nach dem Rücktritt sein Kabinett umbilden könnte. Konkrete Veränderungen wurden bislang jedoch nicht bestätigt, und es bleibt unklar, wer die Fraktionsführung übernehmen könnte oder ob Ministerposten betroffen wären. Merz vertritt öffentlich vorerst den Standpunkt, der Schritt sei notwendig gewesen, um die Glaubwürdigkeit der Regierung zu schützen; die praktischen Folgen von Spahns Ausscheiden sind noch nicht dargelegt worden.

Druck auf Merz und eine offene Nachfolgefrage

Der Rücktritt kommt für Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Berichten zufolge wurde in den Reihen seiner eigenen Partei darüber diskutiert, ob er nach kaum mehr als einem Jahr im Amt als Kanzler abgelöst werden sollte – ein Zeichen innerer Unruhe, die der Verlust seines Fraktionschefs kaum mildern dürfte.

Die Partei kämpft zudem an einer weiteren Front. Berichten zufolge hat die CDU ein Expertenteam gebildet, das ihre Führung während eines Landtagswahlkampfs beraten soll – mit dem Ziel, der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) entgegenzutreten.

Wer Spahn als Fraktionschef nachfolgen wird, bleibt offen. Bislang ist kein Nachfolger benannt worden – damit ist ein Schlüsselposten in der Bundestagsfraktion der Partei zu einem sensiblen Zeitpunkt vakant.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist Jens Spahn als CDU-Fraktionsvorsitzender zurückgetreten?

Jens Spahn ist als Fraktionsvorsitzender der CDU zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er durch eine Leihmutterschaft Vater geworden ist. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, die CDU lehnt die Praxis ab, und Spahn hatte sich zuvor kritisch über Leihmutterschaftsvereinbarungen geäußert. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Rücktritt Berichten zufolge als richtigen und unvermeidlichen Schritt.

Ist Leihmutterschaft in Deutschland legal?

Nein. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, und die CDU lehnt die Praxis ab. Deshalb sorgte die Enthüllung, dass Jens Spahn durch eine Leihmutterschaft Vater geworden war, für so großen Druck auf ihn – zumal er sich zuvor kritisch über Leihmutterschaftsvereinbarungen geäußert hatte.

Was hat Friedrich Merz zum Rücktritt Spahns gesagt?

Merz bezeichnete Spahns Rücktritt Berichten zufolge als richtigen und unvermeidlichen Schritt und sagte: „Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut in der Politik.“ Er soll außerdem angedeutet haben, dass er nach dem Rücktritt möglicherweise sein Kabinett umbilden könnte. Ob und welche Veränderungen er tatsächlich vorgenommen hat, ist bislang nicht bekannt.

Was ist die CDU und wo steht sie politisch?

Die Christlich Demokratische Union ist eine christdemokratische, konservative und wirtschaftsliberale Partei, die je nach Landesverband 1945 oder 1950 gegründet wurde. Sie verortet sich im bürgerlichen Mitte-rechts-Lager und ist in 15 der 16 deutschen Bundesländer aktiv. Unter Angela Merkel gab sie sich trotz ihrer christlichen Wurzeln zunehmend als weitgehend säkulare Partei.

Was ist der Unterschied zwischen CDU und CSU?

CDU und CSU entstanden in den 1940er-Jahren parallel zueinander und arbeiten auf Bundesebene als Union zusammen, sind aber nie miteinander verschmolzen. Die CSU tritt nur in Bayern an, während die CDU in den übrigen 15 Bundesländern aktiv ist. Gemeinsam bilden sie das Mitte-rechts-Bündnis CDU/CSU.

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