Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026: AfD führt in Umfragen, während Desinformation kursiert

Sachsen-Anhalt wählt am 6. September 2026 seinen neunten Landtag. Umfragen sehen die AfD vorn, die CDU schließt eine Koalition mit ihr aus – und eine Welle gefälschter Inhalte zielt auf die Wahl.

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AfD lead candidate Ulrich Siegmund holding election rally and meeting voters in Magdeburg city center on his campaign…
Photo: Roy Zuo / CC BY via Wikimedia Commons · source

Am 6. September 2026 wählt Sachsen-Anhalt seinen neunten Landtag. In Umfragen liegt die AfD vorn, doch die CDU schließt eine Koalition mit ihr aus. Parallel zur Wahl verbreiten sich gezielt Falschmeldungen und gefälschte Inhalte, die auf den Urnengang abzielen.

Am Sonntag, dem 6. September 2026, wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag – es ist die Wahl zum neunten Landtag des Landes. Fünfzehn Parteien treten an. Wer sich schon jetzt vorbereiten will, kann per Briefwahl abstimmen oder sich mit dem Wahl-O-Mat einen Überblick über die Positionen der Parteien verschaffen. Die Wahl findet in einem angespannten Klima statt. In Umfragen liegt die AfD im Vorfeld deutlich vorn. Einem Bericht zufolge könnte die Partei erstmals die absolute Mehrheit erringen – und strebt an, allein zu regieren. Mit Blick auf die Wahl in Sachsen-Anhalt hat der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Frei gewarnt, dass die Bundespartei kein Bündnis eines ostdeutschen Landesverbandes mit der AfD dulden werde. Es geht um mehr als Koalitionsrechnerei. Wie die Tagesschau berichtet, kursieren vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen Dutzende gefälschte Inhalte. Ziel ist es, Kandidaten zu diskreditieren und Deutschland als gespalten darzustellen. Ein Faktencheck führt die Desinformation auf russische Quellen zurück.

Am 6. September 2026 wählt Sachsen-Anhalt

Am Sonntag, dem 6. September 2026, wählen die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die Wahl entscheidet über die Zusammensetzung des neunten Landtags – es ist die neunte Landtagswahl im Land seit der Wiedervereinigung.

Fünfzehn Parteien treten an – ein ungewöhnlich breites Angebot für die Wählerinnen und Wähler. Nach einem Bericht der Augsburger Allgemeinen hat der Landtag den Wahltermin offiziell auf den 13. eines Monats festgelegt; welcher Monat gemeint ist, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Diese Wahl hat eine Bedeutung, die weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Sachsen-Anhalt im Osten Deutschlands ist wegen der Stärke der Alternative für Deutschland in den Fokus der bundesweiten Aufmerksamkeit gerückt. Umfragen im Vorfeld der Wahl sehen die AfD in einer überragenden Position – das wirft in Berlin die Frage auf, wie die etablierten Parteien auf ein solches Ergebnis reagieren würden. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich bereits in die Debatte eingeschaltet, was zeigt, wie genau die Bundesparteien hinschauen.

Die Wahl fällt zudem in einen sensiblen Moment für die deutsche Demokratie. Im Vorfeld dieser und anderer Landtagswahlen kursieren gefälschte Inhalte, die darauf abzielen, Kandidaten zu diskreditieren – das nährt in einem ohnehin aufgeheizten Wahlkampf zusätzlich die Sorge vor Einmischung von außen.

Mit feststehendem Termin und geklärter Kandidatenliste geht Sachsen-Anhalt nun in die Schlussphase einer Wahl, die bundesweit als Gradmesser für die politische Stimmung im Osten Deutschlands gelesen werden wird.

Umfragen sehen die AfD vorn – und vier Parteien kämpfen ums Überleben

Die Meinungsumfragen im Vorfeld der Wahl zeichnen ein bemerkenswertes Bild. Nach den von deutschen Medien berichteten Erhebungen liegt die AfD in Sachsen-Anhalt klar in Führung, mit deutlichem Abstand vor den Konkurrenten. Ein Bericht geht noch weiter: Demnach könnte die Partei erstmals in einem Land die absolute Mehrheit erringen – ein Ergebnis, das die politische Arithmetik in Magdeburg auf den Kopf stellen würde.

Derselben Berichterstattung zufolge hofft die AfD nicht nur darauf, stärkste Kraft zu werden. Wie aus einem Bericht über Wahlumfragen hervorgeht, drängt die Partei auf die Option einer Alleinregierung, statt Koalitionspartner zu suchen. In Sachsen-Anhalt hat in jüngerer Zeit keine Partei mit absoluter Mehrheit regiert, und ein solcher Ausgang würde die anderen Parteien vor nie dagewesene Fragen stellen – haben doch alle eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.

Am anderen Ende des Spektrums sieht es für mehrere kleinere Parteien deutlich ungemütlicher aus. Einer Umfrage im Vorfeld der Wahl zufolge drohen vier Parteien bei der Wahl in Sachsen-Anhalt zu scheitern – sie könnten also die Hürde für den Einzug in den Landtag verfehlen. Berichten zufolge riskieren mehrere Parteien, künftig ohne Mandate dazustehen. Das würde das Feld im nächsten Landtag verkleinern und die Sitze bei den größeren Fraktionen bündeln.

Eine solche Aussortierung hätte Folgen, die über die Parteien selbst hinausreichen. Weniger Fraktionen im Landtag würden die Kräfteverhältnisse verändern, die Mehrheiten in den Ausschüssen und die Optionen, die bei der späteren Regierungsbildung zur Verfügung stehen.

Für all diese Zahlen gelten die üblichen Vorbehalte. Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Prognosen, und die hier zitierten Erhebungen spiegeln die Lage vor dem Wahltag wider. Bis die Wähler am 6. September 2026 ihre Stimme abgeben, kann sich noch viel verschieben – die endgültige Zusammensetzung des neunten Landtags steht erst nach der Auszählung fest.

Die rote Linie der CDU und die Frage, wer regieren könnte

Die Mehrheitsverhältnisse im nächsten Landtag könnten eine Frage aufwerfen, der die deutsche Union lange aus dem Weg gegangen ist. Einem Bericht über Umfragen vor der Wahl zufolge drängt die AfD auf die Option, in Sachsen-Anhalt allein zu regieren – und könnte dort erstmals eine absolute Mehrheit erringen. Auf diese Aussicht hat Berlin bereits reagiert.

Frei, der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, erklärte, die Bundespartei werde eine Koalition eines ihrer ostdeutschen Landesverbände mit der AfD nicht dulden. Berichten zufolge wurde die Warnung mit Blick auf die Wahl in Sachsen-Anhalt ausgesprochen. Sie läuft auf eine öffentliche Bekräftigung der sogenannten Brandmauer hinaus: keine Zusammenarbeit mit der AfD, auf keiner Ebene – unabhängig davon, was sich CDU-Politiker auf Landesebene nach der Auszählung ausrechnen mögen.

Das Dilemma liegt auf der Hand. Sollte die AfD, wie ein Bericht für möglich hält, eine eigene Mehrheit erringen, würde die Weigerung der CDU zur Zusammenarbeit sie nicht am Regieren hindern – die Brandmauer bindet die CDU, nicht die AfD. Verfehlt die AfD jedoch die Mehrheit und bleibt zugleich stärkste Kraft, setzt jeder herkömmliche Koalitionsweg voraus, dass die übrigen Parteien über große ideologische Gräben hinweg miteinander arbeiten – oder mit der AfD, was die Bundes-CDU ausgeschlossen hat.

Welche Parteienkonstellation unter diesen Bedingungen eine Landtagsmehrheit stellen könnte, bleibt offen. Das Briefing liefert dazu keine Antwort, und die bislang zitierten Umfragen beantworten die Frage ebenfalls nicht. Klar ist nur: Die vorab bekräftigte rote Linie der CDU hat die Mehrheitsrechnung in Magdeburg zu einem Thema von nationaler Aufmerksamkeit gemacht – noch bevor eine einzige Stimme abgegeben wurde.

Gefälschte Inhalte zielen auf die Landtagswahlen – und ein Faktencheck weist nach Russland

Der Wahlkampf wird nicht nur an der Urne ausgetragen. Vor den Landtagswahlen in Berlin, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen kursieren einem Faktencheck der Tagesschau zufolge Dutzende gefälschte Inhalte im Netz. Ziel des Materials ist es, Kandidatinnen und Kandidaten zu diskreditieren und Deutschland als gespaltenes Land darzustellen.

Den Faktencheck führt die Desinformation auf russische Quellen zurück, berichtet die Tagesschau in einem Artikel von Joscha Weber. Die genauen Belege für diese Zuordnung und die Identität der Organisation, die den Faktencheck durchgeführt hat, werden in der vorliegenden Berichterstattung nicht genannt. Ebenso wenig ist bislang klar, welche Parteien oder Kandidaten besonders stark im Visier der Fälschungen stehen und über welche Plattformen sie sich verbreiten.

Beobachtern der jüngsten deutschen Wahlkämpfe dürfte das Muster bekannt vorkommen. Erfundene Zitate, manipulierte Bilder und fingierte Skandale gehören inzwischen zum wiederkehrenden Begleitprogramm von Wahlkämpfen auf Landes- wie auf Bundesebene – meist tauchen sie in den letzten Wochen vor der Wahl auf. Was die aktuelle Welle dem Tagesschau-Bericht zufolge unterscheidet, ist ihre Breite: Sie erstreckt sich gleich auf vier Landtagswahlen, statt sich auf einen einzigen Urnengang zu konzentrieren.

Für Sachsen-Anhalt ist der Zeitpunkt heikel. Das Land wählt am 6. September 2026, und der Wahlkampf ist bereits hart umkämpft – Umfragen deuten auf ein historisch starkes Ergebnis der AfD hin. Desinformation, die Kandidierende als korrupt oder das Land als zerrüttet darstellt, fällt in diesem Umfeld auf fruchtbaren Boden. Wahlbehörden wie Faktenchecker stehen vor der Aufgabe, falsche Behauptungen schnell genug zu widerlegen, damit es noch etwas nützt – ein Wettlauf, der erfahrungsgemäß selten eindeutig gewonnen wird.

Briefwahl, Wahl-O-Mat und wie sich Wähler vorbereiten können

Die Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt bestimmen am 6. September 2026 den neunten Landtag, fünfzehn Parteien stehen auf dem Stimmzettel. Das ist ein breites Feld – und das Land bietet Hilfsmittel an, um sich darin zurechtzufinden.

Eines der meistgenutzten ist der Wahl-O-Mat, das Online-Tool, mit dem Wähler ihre eigenen Positionen mit denen der antretenden Parteien abgleichen können. Nutzer beantworten eine Reihe politischer Fragen und sehen anschließend, welche Parteien ihren eigenen Ansichten am nächsten kommen. Bei fünfzehn Parteien im Rennen bietet das Tool eine Möglichkeit, das dichte Feld vor der Stimmabgabe zu ordnen.

Wer am Wahltag nicht persönlich ins Wahllokal kommt, hat eine Alternative: Bei dieser Wahl ist Briefwahl möglich. Die Stimme lässt sich so schon vorab auf dem Postweg abgeben, statt erst am Wahlsontag vor Ort.

Einige praktische Details sind noch offen. Weder ist bekannt, wann der Wahl-O-Mat zu dieser Wahl freigeschaltet wird, noch wann die Briefwahl offiziell beginnt. Wer Termine und Abläufe sucht, sollte mit Blick auf den 6. September die Ankündigungen der Landeswahlleitung im Auge behalten.

Eine Wahl unter mehreren: Der Wahlterminplan 2026 und wo man ihn verfolgen kann

Sachsen-Anhalt wählt nicht allein. Die Wahl am 6. September 2026 ist Teil eines größeren Wahljahres, zu dem auch die Landtags- beziehungsweise Abgeordnetenhauswahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen gehören – ein Paket, das schon lange vor dem Wahltag Aufmerksamkeit und Berichten zufolge auch koordinierte Desinformation angezogen hat.

Für Wählerinnen, Wähler und Beobachter, die das Rennen verfolgen, bieten die öffentlich-rechtlichen Sender eigene Angebote. Die Tagesschau stellt einen Überblick zur Wahl in Sachsen-Anhalt bereit – mit Termin, Umfragen, Parteien, Briefwahl und, sobald die Auszählung läuft, den Ergebnissen. Der MDR, der Regionalrundfunk für Mitteldeutschland, begleitet in einem aktuellen Format die wichtigsten Entwicklungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, darunter auch den Landtagswahlkampf.

Am Wahltag selbst wird es vor allem darum gehen, was das Ergebnis für die Zusammensetzung des neunten Landtags bedeutet – und ob es die politische Arithmetik des Landes verändert. Über der Auszählung schwebt die Frage, wer künftig regieren könnte.

  1. Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat den Termin für die Landtagswahl 2026 festgelegt, berichtet die Augsburger Allgemeine.

  2. Vor den Wahlen in Berlin, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen kursierten Dutzende gefälschte Inhalte, die Kandidaten diskreditieren und Deutschland als gespalten darstellen sollten; ein Faktencheck verknüpfte

  3. Unionsfraktionschef Frei warnte mit Blick auf die Wahl in Sachsen-Anhalt, die Bundespartei werde eine Koalition eines ostdeutschen Landesverbandes mit der AfD nicht dulden.

  4. Umfragen sahen die AfD in Sachsen-Anhalt klar vorn; einem Bericht zufolge könnte sie erstmals die absolute Mehrheit gewinnen und strebe eine Alleinregierung an, während mehrere andere

  5. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet statt und bestimmt die Zusammensetzung des neunten Landtags; es ist die neunte Landtagswahl des Landes, fünfzehn Parteien stehen auf dem Stimmzettel

Häufig gestellte Fragen

Wann findet die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 statt?

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist für Sonntag, den 6. September 2026, angesetzt. Mit der Wahl wird über die Zusammensetzung des neunten Landtags von Sachsen-Anhalt entschieden. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, hat der Landtag den Termin auf den 13. eines Monats festgelegt – um welchen Monat es sich dabei handelt, wurde jedoch nicht genannt.

Wer führt in den Umfragen zur Wahl in Sachsen-Anhalt?

Umfragen im Vorfeld der Wahl sehen die AfD in Sachsen-Anhalt klar in Führung. Einem Bericht zufolge könnte die Partei erstmals eine absolute Mehrheit erringen und drängt auf die Option, allein zu regieren. Einer Erhebung zufolge drohen zudem vier Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern und den Einzug in den Landtag zu verpassen.

Wie viele Parteien treten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 an?

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stehen 15 Parteien auf dem Stimmzettel. Wählerinnen und Wähler können mit dem Online-Tool Wahl-O-Mat ihre eigenen Positionen mit denen der antretenden Parteien vergleichen. Wer am 6. September 2026 nicht persönlich wählen kann, hat außerdem die Möglichkeit der Briefwahl.

Würde die CDU in Sachsen-Anhalt eine Koalition mit der AfD eingehen?

Unionsfraktionschef Frei erklärte, die Bundespartei werde eine Koalition eines ostdeutschen Landesverbandes mit der AfD nicht dulden. Berichten zufolge wurde die Warnung mit Blick auf die Wahl in Sachsen-Anhalt ausgesprochen, wo die AfD Umfragen zufolge eine absolute Mehrheit gewinnen könnte und eine Alleinregierung anstrebt.

Wird die Wahl in Sachsen-Anhalt Ziel russischer Desinformation?

Ja. Im Vorfeld der Wahlen in Berlin, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen kursieren Dutzende Fälschungen, die Kandidatinnen und Kandidaten diskreditieren und Deutschland als gespalten darstellen sollen. Ein Faktencheck ordnet die Desinformation russischen Quellen zu. Die Tagesschau berichtete in einem Artikel von Joscha Weber über die Kampagne.

Compiled from reporting by 10 independent outlets. How we source our reporting.

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